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Jeder Gedanke ist bereits ein Gebet! In bewusster Zwiesprache mit Gott, Deinem Hohen Selbst und den Engeln, einem Gebet, das aus "innerstem Herzen" aufsteigt, so vermittelte uns schon Jesus zu seinen Lebzeiten auf Erden, werden Menschen irgendwann sogar Berge versetzen können. Auch Du wirst unendlich geliebt - bist niemals allein! Gebete von verschiedenen Menschen & Nationalitäten mögen Dich hierüber begleiten ... Das Gebet ist eine Kette von Gold, welche die Welt umschlingt und am Fuße Gottes endet. (Tennyson) Gebet (Aus dem Buch "Dein Wille geschehe jetzt!" von Susanne Osswald & K. Schnelting) Unser Vater der Du bist in uns, um uns und überall, Dein Name, der da ist Weisheit, Unendlichkeit und Liebe, werde geheiligt. Dein uns verheissenes Reich komme jetzt. Dein Wille geschehe in allen Universen. Gib uns das neue Brot für unseren neuen Leib. Verwandle all unsere angesammelte Schuld durch die Kraft Deiner Gnade, und führe uns durch die Versuchung der Dunkelheit mit Deinem Licht. Denn Dein ist und Dein bleibt das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen Gebet (Die nicht nur in biblischer Form, bekannteste, sondern auch in Schulen beim Komfirmandenunterricht vielerorts weitergereichte Version des "Vater unsers") Vater unser Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen, denn Dein ist das Reich, und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen Gebet (Psalm 23) Der Herr ist mein Hirte Mir wird nichts mangeln Er weidet mich auf einer grünen Aue Und führet mich zum frischen Wasser Er erquicket meine Seele Er führet mich auf rechter Straße Um seines Namens willen Und ob ich schon wanderte im finstern Tal Fürchte ich kein Unglück Denn du bist bei mir Dein Stecken und Stab trösten mich Du bereitest vor mir einen Tisch Im Angesicht meiner Feinde Du salbest mein Haupt mit Öl Und schenkest mir voll ein Gutes und Barmherzigkeit Werden mir folgen mein Leben lang Und ich werde bleiben Im Hause des Herrn immerdar Gebet (Indianisches Friedensgebet) O Großer Ahnengeist, dir halte ich die Friedenspfeife entgegen, dir und deinen Boten, den vier Winden, dir und Mutter Erde, die deine Sprößlinge nährt. Gib uns die Weisheit, unseren Kindern Liebe, Respekt und guten Willen zu vermitteln, auf dass sie in Frieden heranwachsen mögen. Hilf uns, den Reichtum getreulich miteinander zu teilen, den du vor uns ausgebreitet hast. Gebet (Jainisches Friedensgebet) Friede und allumfassende Liebe ist die Grundessenz Der Lehre aller erleuchteten Weisen. Gleichmut ist der wahre Weg, wie der Erhabene ihn verkündet hat. Vergebung empfange ich von allen Geschöpfen Und ich bitte, dass auch mir vergeben wird. Jedem bin ich freundlich gesonnen und niemandes Feind. Habgier ist die Wurzel alles Leids auf der Welt. Gier führt zu Gewalt, der größten Verstrickung, denn Gewalt zieht weitere Gewalt nach sich. "Tut keinem Lebewesen etwas zuleide." Dies ist die ewige, die unveränderliche Disziplin Der spirituellen Lebensart. Eine Waffe, so mächtig sie auch sein mag, kann jederzeit von einer überlegenen entkräftet werden; doch keine Waffe kann der gewaltlosen Liebe überlegen sein. Gebet (Afrikanisches Friedensgebet) Allmächtiger Gottesgeist, du großer Daumen, ohne den wir keinen Knoten binden können. Du Donnergetöse und Blitzschlag, der du die mächtigsten Bäume fällst; allsehender im Himmel hoch, der du die Spuren von Antilopenhufen Auf einem Felsen hier auf Erden siehst. Du bist der Eine, der uns ohne Zögern Antwort auf jede Frage gibt. Du bist der Eckstein des Friedens. Gebet (Buddhistisches Friedensgebet) Mögen die leiderfüllten Wesen in allen Seinsbereichen Unverzüglich von ihren Schmerzen befreit werden. Mögen die Furchtsamen von Angst erlöst Und die Verfangenen von Verstrickungen befreit werden. Mögen die Entmachteten Kraft finden Und alle Wesen einander wohlgesonnen sein. Mögen alle die haltlos in der furchterregenden Wildnis Der Welt der Erscheinungsformen wandern - die Kinder, die Alten, die Schutzlosen - von den göttlichen Wohltätern behütet werden und ihre ursprüngliche Buddha-Natur auf der Stelle erkennen. Gebet (Hinduistisches Friedensgebet) O Gott, führe uns vom Unwirklichen zum Realen, O Gott, von der Umnachtung ins Licht. O Gott, geleite uns vom Tod in die Unsterblichkeit. Möge Shanti, Shanti, Shanti zwischen allen Lebewesen walten. O allmächtiges Sein, laß Friede in den Himmelreichen und Friede auch auf Erden walten. Laß deine Gewässer Durst stillen, laß uns durch Heilpflanzen genesen, laß Bäume die Ruhe deines Herzens verbreiten. Mögen alle Geschöpfe uns deinen Frieden vermitteln. Möge dein vedisches Urgesetz allenthalben Frieden stiften. Möge uns alles als Anlaß zur Friedfertigkeit dienen, auf dass dein Friede überall verbreitet wird. Möge dein Friede auch meine Person ergreifen. Gebet (Islamisches Friedensgebet) Im Namen Allahs, des weisen und barmherzigen: Lobpreiset den Geist des Universums, der uns erschaffen und allen Stämmen und Nationen Land gegeben hat, auf daß wir einander kennen mögen, nicht um einander Verachtung zu zollen. Sollte dein Feind nach Versöhnung streben, so trachte auch du nach dem Frieden und vertrau auf Gott, den Einen, der alle Dinge hört und weiß. Unter den Dienern Gottes sind jene dem Einen am nächsten, die in Demut wandeln, und wenn wir ihnen begegnen, sagen wir "O Friede, mein Friede" zu ihnen. Gebet (Abendgebet) Abends wenn ich schlafen geh, Vierzehn Engel bei mir stehn: Zwei zu meiner rechten, Zwei zu meiner linken, Zwei zu meinen Häupten, Zwei zu meinen Füssen, Zweie, die mich decken, Zweie, die mich wecken, Zweie die mich weisen, Zu den himmlischen Paradaisen. Gebet (Herkunft unbekannt) Mein himmlischer Vater, Herr der Liebe, lass Dich nieder in unseren Herzen und wohne in ihnen, damit wir Deinen Willen erfüllen und eins mit Dir sind. Gebet (Aus dem Gotteslob von Maria Luise Thurmair) Lasst uns den Engel preisen, der wie ein Bruder still auf Erden mit uns reisen und uns behüten will. Er schaut in ewigen Freuden das abendlose Licht und will auch uns geleiten vor Gottes Angesicht. Lasst uns den Engel bitten, dass er ein jedes Herz mit seinen sichern Schritten geleite himmelwärts, dass keines sich verhärte und falle in den Tod, dass er als Weggefährte uns trage durch die Not. Lasst uns zum Engel schauen, wenn auf dem letzten Gang durch Todesnot und Grauen wird unserm Herzen bang. Er wird die Flügel breiten und uns aus dem Gericht in Frieden heimgeleiten vor Gottes Angesicht. Gebets- bzw. Liedtext Arie aus der Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck, geschrieben von der Schwester des Komponisten Adelheid Wette - Uraufführung Dezember 1893) Abends, wenn ich schlafen geh vierzehn Engel mit mir gehn, zwei zu meiner Rechten, zwei zu meiner Linken, zwei zu meinen Häupten, zwei zu meinen Füßen, zwei, die mich decken, zwei, die mich wecken, zwei die mich weisen in das himmlische Paradeis. Gebet (vom Heiligen Franziskus von Assisi) Herr, mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens, daß ich liebe, wo man haßt, daß ich verzeihe, wo man beleidigt, daß ich verbinde, wo Streit ist, daß ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist, daß ich Glauben bringe, wo Zweifel droht, daß ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält, daß ich Licht anzünde, wo Finsternis regiert, daß ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt. Herr, laß mich trachten: nicht, daß ich getröstet werde, sondern daß ich tröste, nicht, daß ich verstanden werde, sondern daß ich verstehe, nicht, daß ich geliebt werde, sondern daß ich liebe, denn wer sich hingibt, der empfängt ... Und wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben. Gebet (Christliches Friedensgebet) Selig sind, die uns Frieden geben, denn in ihnen offenbart sich das Himmelreich. Wer hören kann, dem sage ich, liebet eure Feinde, tut Gutes für sie, die euch hassen, segnet, die euch verfluchen, betet für alle, die euch Leid zufügen. Wirst du auf die eine Wange geschlagen, so halte auch die andere hin, und jenen, die dir dein Hemd entreißen, sollst du auch deinen Mantel nicht vorenthalten. Gib allen, die um deine Gaben bitten, und fordere nichts von denen, die dich bestohlen haben. Und was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Gebet: (von Theresa von Avila geb. 23.03.1515) O Herr, du weißt besser als ich, daß ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde. Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen. Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich, nachdenklich, aber nicht grüblerisch, hilfreich, aber nicht diktatorisch zu sein. Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben - aber hilf mir dabei, daß ich mir ein paar Freunde erhalten kann. Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen. Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu - und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr. Ich wage nicht, die Gnade zu erflehen, mir Krankheitsschilderungen anderer mit Freude anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen. Lehre mich die wunderbare Weisheit, daß ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein - mit ihnen lebt es sich so schwer, aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels. Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, oh Herr, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen. |
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