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KABBALA
Die Kabbala bezeichnet eine jüdische Textsammlung mit Geheimlehren, welche aus vorchristlicher Zeit dem ursprünglichen Judentum entstammte. Sie wurde vielfach von anonymen Verfassern angefertigt, die seit dem 16. Jahrhundert auch viele nichtjüdische Esoteriker immer stärker beeinflusst haben, in unserem Jahrhundet z.B. Eliphas Levi und Aleister Crowley.
Leider ist kein absolutes Entstehungsdatum der Kabbala aufzufinden. Es ist aus verschiedenen Quellen allerdings manchmal die Rede davon gewesen, daß ein Wissen um die - und betimmte Anwendungen der Kabbala bereits aus den legendären Zeiten von Atlantis zum Tragen gekommen seien. Ob dem wirklich so war, überlass ich an dieser Stelle dem intuitiven Wissensschatz eines jeden Lesers selbst. ;) In der berühmtesten Schrift der Kabbala, dem Buch Sohar, "Buch des Glanzes" wird das Sein in zehn Zahlen bzw. Kategorien oder Sphären eingeteilt, die Sephirot genannt werden (Plural von Sephira oder Sefira). Sie sind zu verstehen als Emanationen, Ausstrahlungen, Offenbarungen des letzlich verborgen bleibenden Gottes En-Sof. Insofern bietet die Kabbala ein Modell Gottes und der Welt sowie des Menschen (primär jedoch noch im Göttlichen ruhenden Urmenschen Adam, Kadmon). Das genau zehn Emanationen angenommen werden, erklärt sich durch pythgoräischen Einfluß, denn Pythagoras galten die Zahlen Eins bis Zehn als Grundstrukturen des Lebens. Man hatte die zehn Emanationen in Form eines sog. Lebensbaumes geordnet. Die eigentliche Aufstellung dieses Lebensbaumes beginnt an oberster Spitze mit dem göttlichen Geist, der über mehrere Ebenen bis hinunter zur menschlichen Daseinsform weist. Die linke Seite der Emanationen beinhaltet das negative, "weibliche" Prinzip (-), die auf der rechten Seite das positive, "männliche" Prinzip (+), und die in der Mitte beinhalten die Ganzheit oder Einheit beider Prinzipien (+/-) entsprechend der Verbindung von Yin und Yang des Taoismus. Die Kabbalisten teilten den Baum des Lebens und jede sich auf dem Baum befindliche Sephira in vier Ebenen ein, welche die vier kabbalistischen Welten genannt werden. Sie werden mit folgenden Namen in ihrer hierarchischen Reihenfolge benannt: Atziluth, Briah, Jetzirah, Assiah. Schemenhafte Abbildung über den Aufbau
einer Kabbala, dem "Baum des Lebens": ![]() Hier nun symbolisch alle aufzuzählenden Emanationen der Kabbala: 1. Kether (+/-) Die höchste Krone (Gottes): die erste Emanation, in der Mitte des Lebensbaumes, jenseits der Polaräität von "männlich" und "weiblich". 2. Chochma (+) Die Weisheit (Gottes): das männliche Urprinzip, der "grosse Vater", auch als theoretische Vernung oder Logos chrakterisiert. Es wird dabei als aktive, dynamische Kraft verstanden, als "Schöpfungswort", das hinter jeder Erscheinung oder Tat steht - wie überhaupt in der Esoterik schöpferischer Geist und Zeugungskraft meist gleichgesetzt werden. 3. Bina (-) Wissen, Verstehen, Einsicht (Gottes): das weibliche Urprinzip, die "grosse Mutter". Bina ist das passive Verstehen im Gegensatz zur aktiven Weisheit (Chochma). Es ist überhaut das Pasive, Formbare, Gefügige, gleichsam das lebnlose Wasser, aus dem, wenn es durch den Lebensfunken befruchtet wird, alles Leben entsteht, der Schoß von Mutter Erde. Alle weiteren Emanationen gelten als Verbundungen von Chochma und bina (nicht nur die in der Mitte des Lebensbaums dargestellten, sondern auch die anderen). 4. Chessed/Gedula (+) Liebe, Mitleid, Gnade (Gottes): die ordnende, heilende Kraft; der freundliche, gütige Vater, der das Menschenkind beschützt und auf den rechten Weg weist. 5. Gebura/Dim (-) Stärke, Härte, aber auch Gerechtigkeit: die - strafende und richtende - Macht Gottes; die strenge, unnachgiebige Mutter, die ihr Kind in Zucht nimmt und bestraft. Es ist dies auch die zerstörerische Kraft, der Haß, den der Magier beschwört, wenn er seine Gegner angreifen will. 6. Tifereth/Rachamim (+/-) Schönheit oder besser Harmonie (Gottes): Tifereth steht im Lebensbaum zwischen Chessed und Gebura, und es beddeutet den Ausgleich zwischen ihnen, zwischen Liebe und Strenge, die harmonisierende Barmherzigkeit. 7. Nezach (+) Dauer, Geduld und Sieg (Gootes): die alles überdauernden und besiegenden mächtigen Kräfte der Natur, wie animalische Triebe, Instinkte und Sinne. 8. Hod (-) Majestät, Ruhm, Pracht (Gottes): Es ist nicht ganz leicht zu verstehen, dass dieser Bereich mit dem Denken in Verbindung gebracht wird, vor allem mit Intellekt und Logik; man kan das zu erklären versuchen durch die Erhabenheit grossartiger Erkenntnisse, die Kunstfertigkeit von Gedankengebäuden (im Gegensatz zur Schlichtheit des Natürlichen in Nazach). 9. Jessod (+/-) Anbeginn, Basis, Fundament (Gotts): Jessod, in der Mittel des Lebnsbaumes, zeigt wiederrum eine Ganzheit von männlichem und weiblichem Pol. Es wird als die magische Kraft des Selbst verstanden, die sich aus der Verbindung von Triebkräften (Nezach) und geistigen Kräften (Hod) ergibt. Wenn man einmal davon ausgeht, dass die 10. Emanation (Malchuth) häfig als Zusammenfassung aller anderen angesehen wird, so ist Jessod die letzte Stufe bzw. umgekehrt die erste, die Basis (wozu passt, daß man es auch als die [bi]sexuelle Ebene bestimmt). 10. Malchuth (+/-) Königtum, Herrschaft, Reich (Gottes): Dies ist die Sphäre der Erde bzw. des Universums, damit der gesamte Herrschaftsbereich Gottes. Es ist die physische Realität, der die Stufe des niederen Unbewussten entspricht. Darüber hinaus gilt Malchuth wie gesagt aber auch als Zusammenfassung. Ganz konkret wird Malchuth in der Kabbala als das mythische Urbild der Gemeinde Israle verstanden. Die Emanationen 1 bis 3 fasst man auch als Vernunftreich zusammen, 4 bis 6 als Gefühlsreich (oder Seelenreich) und 7 bis 9 als Naturreich. Bestimmte Entsprechungen zum Tarot und der Astrologie zur Kabbala lassen sich in entsprechender Literatur (siehe Literaturtipps) leicht nachvollziehen. Quellenhinweis: Auszugsweise Erklärungsinhalte zur Kabbala stammen aus dem Buch Esoterik - (Die Welt des Geheimen). KARMADer Begriff stammt aus indischer Religion und bezeichnet die automatische Wirkungskraft menschlicher Handlungen. Kurz ausgedrückt beschreibt es das Gesetz von Ursache und Wirkung als philosophische Grundlage des Lebens. Alles, was der Mensch denkt, sagt oder tut, auch Motive, Absichten und Wünsche erzeugt oder löst Karma.Das unfehlbare Gesetz des Karma ist die ausgleichende Folge von Entscheidungen. Alles im Leben ist demnach karmisch, der Körper, die Beziehungen, die Karriere, Erfolg, jede Handlung, usw. Jedes Ereignis, das wir erleben, ist eine Wirkung dessen, was wir als Ursache in diesem oder früheren Leben gesetzt haben. Karma hat nichts mit Schuld oder Strafe zu tun. Es ist als natürlicher Ausgleich zu sehen von Auswirkungen, die wir erfahren, und wofür wir selbst die Ursache gesetzt haben/bzw. setzen. Es ist ein selbstgeschaffenes Prinzip, welches dem Menschen die Erfahrung(en) gibt, die für ihn gerade notwendig ist/sind. KARTEN(siehe hierzu auch TAROT)Karten waren in vielen Kulturen und zu allen Zeiten beliebt - und dies nicht nur als gesellschaftliche Kartenspiele, sondern auch als Orakelmethode. Viele interessante Kartenorakel existieren aber auch im Internet, wie unter Linktipps direkt nachzulesen ist. |
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