Lehren - Weisheit des Heiligen Baumes




Weisheit des Heiligen Baumes

Die Weisheit des Heiligen Baumes, die von den Ureinwohnern dieser Erde verbreitet wurden, beinhaltet einen Kodex ethischer Werte, nach denen jeder Mensch sein Leben ausrichten sollte.

1. Danke
... jeden Morgen nach dem Aufstehen und jeden Abend vor dem Zubettgehen für dein eigenes und alles andere Leben, für die guten Dinge, die der heilige Geist dir und anderen Wesen geschenkt hat, und für die Gelegenheit, jeden Tag ein wenig zu reifen. Überdenke die Handlungen und Gedanken des vergangenen Tages, und bitte um den Mut und die Kraft, ein multidimensionaler Mensch zu sein. Bitte um die Dinge, die allen Wesen zugute kommen.

2. Respekt

... bedeutet, jemanden Ehre zu erweisen oder Wertschätzung zu zeigen, ihn zuvorkommend und höflich zu behandeln und auf sein Wohlergehen bedacht zu sein. Respektbezeugung erfüllt die Forderung eines grundlegenden Lebensgesetzes.
  • behandle also alle Wesen, vom kleinsten Säugling bis zum ältesten Greis, jederzeit mit Achtung.
  • Besondere Ehrerbietung gebührt den Ältesten, den Lehrern und den Verantwortungsträgern in der Gemeinschaft.
  • Kein Mensch sollte das Gefühl bekommen, durch dich erniedrigt zu werden; vermeide es die Herzen anderer Menschen zu verletzen, wie du dich vor tötlichem Gift hüten würdest.
  • Berühre das Eigentum anderer Menschen, vor allem ihre "heiligen Gegenstände", nicht ohne Erlaubnis oder Einverständnis.
  • Achte die Privatsphäre eines jeden Menschen. Dringe nie in die stillen Augenblicke oder den persönlichen Bereich eines Menschen ein.
  • Tritt nie zwischen zwei Menschen, die miteinander reden.
  • Unterbrich nie Menschen, die sich unterhalten.
  • Sprich mit sanfter Stimme, besonders wenn du dich in der Gegenwart von älteren Menschen, von Fremnden oder von anderen Personen befindest, denen besonderer Respekt gebührt.
  • Sprich nicht ohne Aufforderung in Versammlungen, bei denen Älteste zugegen sind (außer um zu fragen, was man von dir erwartet, falls du im Zweifel bist).
  • Rede nie schlecht von anderen Menschen, sie mögen anwesend sein oder nicht.
  • Behandle die Erde in jeder Hinsicht wie deine Mutter. Erweise dem Mineralreich, dem Pflanzenreich und dem Tierreich tiefen Respekt. Vermeide alles, was die Luft, das Wasser oder den Boden vergiften könnte. Wenn andere unsere Mutter Erde zu zerstören drohen, dann erhebe dich, um sie mit Weisheit und Stärke zu verteidigen.
  • Zeige tiefe Achtung vor dem Glauben und der Religion anderer Völker.
  • Höre anderen höflich zu, auch wenn es dir wie leeres Geschwätz erscheint; lausche mit deinem Herzen.
3. Respektiere
... die Weisheit der Menschen, die an Ratsversammlungen teilnehmen. Hast du selbst vor der Versammlung eine Idee geäußert, dann gehört sie von diesem Augenblick an nicht mehr dir, sondern dem ganzen Volk. Der Respekt verlangt es, den Reden anderer aufmerksam zuzuhören und nicht darauf zu beharren, dass dein Gedanke sich durchsetzen muß. Vielmehr solltest du die Ideen anderer vorbehaltlos unterstützen, wenn sie echt und gut sind, auch wenn sie sich von den Gedanken, die du selbst beigesteuert hast, beträchtlich unterscheiden. Aus dem Zusammenprall der Ideen entspringt der Funke der Wahrheit. Hat sich der Rat einmal einmütig entschieden, so verlangt es die Achtung, daß niemand insgeheim gegen diese Entschlüsse spricht. Wenn der Rat eine Fehlentscheidung gefällt hat, wird dieser Irrtum mit Sicherheit früher oder später für jedermann auf der Hand liegen.

4. Halte dich
... zu allen Zeiten und unter allen Umständen an die Wahrheit.

5. Behandle deine Gäste
... stets mit Ehrerbietung und Rücksicht. Bewirte sie mit den besten Speisen, gib ihnen deine beste Wolldecke, beherberge sie in deinem schönsten Zimmer und sorge nach besten Kräften für sie.

6. Wenn einer
... unter uns leidet, dann leiden alle, wenn einer unter uns geehrt wird, dann sind alle geehrt.

7. Empfange
... Fremde und Außenseiter mit liebevollem Herzen und achte sie als Mitglieder der menschlichen Familie.

8. All die Rassen
... und Völker unserer Welt sind wie die verschiedenfarbigen Blumen einer Wiese. Alle sind schön. Als Kinder des Schöpfers müssen sie alle respektiert werden.

9. Die Menschen
... sind vor allem auch dazu geschaffen worden, ihren Mitmenschen zu dienen und auf irgendeine Art nützlich zu sein - sei es in der Familie, der Gemeinschaft, dem Volk oder der ganzen Welt. Befasse dich nicht so engstirnig mit deinen eigenen Angelegenheiten, daß du darüber deine wichtigste Aufgabe vergißt. Wahres Glück finden nur die, die ihr Leben dem Dienst am Nächsten widmen.

10. Sei
... jederzeit und in allen Situationen bescheiden, vernünftig und gleichmütig.

11. Erkenne
... was dein Wohlergehen fördert und was dich ins Verderben führt.

12. Lausche
... auf die Inspiration, die dein Herz empfängt, und richte dich danach. Stelle dich darauf ein, dass du auf vielerlei Art eine führende Hand spüren wirst: im Gebet, in Träumen, in Zeiten einsamer Stille und durch die Worte und Taten weiser Ältester und Freunde. Möge der große Geist jeden deiner Schritte auf dieser Reise, die zu einer immer umfassenderen Vision der Schönheit, Wahrheit, Liebe, Weisheit und Gerechtigkeit führt, segnen und leiten. Auf der Suche nach dem tieferen Verständnis des Heiligen Baumes wirst Du wieder auf den Ursprung stoßen. Wir bleiben auf dem Weg ...

Dank an Jan (Earthwind-Netz), der mir einst diesen Text zur Verfügung gestellt hatte.




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