Literaturtipp:

   



  Meditationen


Asketischer Weg zur Selbstfindung und Selbstverwirklichung


Meditationserleuchtung

Askese höchsten Sinnzustandes,
Eröffnung meiner Seelenpforte ...
zur Offenbarung eigner Herzensmitte.
In andächtig Stille finde ich Einlaß in mein "SELBST"
geweitet Geist in wahrer Grenzenlosigkeit.
. Oh welche Ehr, oh welches Sein,
entspricht aus Dir die Ganzheit im
*** ALLEINSSEIN ***
So bist nur DU zu mir und ich in DIR ...
In meiner eignen Welt klingt leise mein "ICH BIN",
versunken ganz in DIR ein göttlich Reich im liebevollen WIR.

© by Solaria / 20.02.2000


Meditationseinführung

Die Meditationslehren entspringen dem Begriffsleben der oestlichen Religionen und Weisheitslehren, dem Buddhismus, Hinduismus, Zen und Sufismus. Vergleichbares ist jedoch genauso im traditionellen Christentum wiederzufinden. Das Konzentrationsvermögen von Körper, Seele und Geist richten sich kontinuierlich auf ein bestimmtes Objekt. In weiterer Vertiefung dieser Konzentrationsfolge können Meditationszustände erreicht werden, die dem meditierenden Menschen spirituelle Erlebnisse und Erfahrungen eröffnen können. Regelmaessig ausgeführte Meditationen haben einen harmonisierenten Einfluß auf die Gesundheit, die emotionale Ausgeglichenheit, die Leistungsfähigkeit und tragen zur Förderung und Weiterentwicklung menschenlichen Potenzials bei, was bereits lange Zeit selbst von wissenschaftlicher Seite her belegt worden ist. Vor allem aber "Selbstentfaltung" und "Selbstverwirklichung" werden dem Begriff der Meditation am ehesten gerecht. Yin und Yang, Gefühls-Selbst und Verstandes-Selbst sollen - je nach Richtung - veredelt, harmonisiert oder überschritten werden. Ich ruhe ganz in mir selbst, verbunden mit meinem "Höheren Selbst" und bin frei - das ist der anzustrebende Idealzustand. Die Richtung ist der Aufwärtsweg in den Meditationen in ihren verschiedenen Ausrichtungen. Sie soll Körper, Gefühl und Verstand zur Ruhe bringen, so daß sich das "Höhere Selbst" zeigen kann.

Die Meditationsmethoden sind vielfältig. Grob unterscheidet man die geführten von den ungeführten freieren Meditationsweisen. In anderen Unterteilungen gibt es z.B. in der Zen-Meditation die des Koan: Unter Koan ist ein unlösbares Rätsel zu verstehen, wie: "Was ist das Klatschen einer Hand?" Der Verstand muß an diesem Rätsel verzweifeln, er läuft sich quasi tot und kann dadurch überschritten werden. In der Mantra-Meditation, etwa der Transzendentalen Meditaionsform des Maharishi Yogi, konzentriert man sich auf eine Klangsilbe wie "Om".(siehe auch unter Mantram!).

Sinn und Zweck ist es dabei den Geist zu sammeln und zu zentrieren. Sobald ein Zustand erreicht worden ist, der auch diesen letzten Bewußtseinsinhalt hergibt, ist das erstrebte reine Bewußtsein erreicht, ...nämlich ein Bewußtsein ohne Inhalt. Eine andere Variante ist das Meditieren über z.B. eine Blume, ein Mandala (Bild), irgendeinen selbst ausgesuchten stimmigen Meditationsgegenstand oder ein Symbol. Sehr häufig wird jedoch der eigene Atemrhytmus, bzw. das Heben und Senken der Bauchdecke beim Atmen,...sprich die "Nabelschau", genutzt. Das kommt nicht von ungefähr, da der Atem als Träger von Lebensenergie "Prana", als göttlicher Odem und Kontaktstelle zur Außenwelt (Luft aufnehmen und abgeben), sowie als Bindeglied zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein (teils Selbststeuerung und teils Steuerung) abläuft.

Die meisten Meditationen werden im ruhigen Sitzen betrieben, wie im berühmten Lotussitz beschrieben mit übereinandergeschränkten Beinen. (Ich ziehe eine leichte Verschränkung statt einer zu grossen Verknotung der Beine jedoch persönlich lieber vor. ;)) Wer diese Prozedur also nicht vollständig vollziehen kann oder mag, sollte auch ein leichtes Übereinanderschlagen seiner Beine im einfachen Schneidersitz genügen dürfen. Eine andere Form findet im Liegen statt, wobei die Beine in den Knien möglichst angewinkelt sein sollten, was besonders wichtig für die Erdung ist, worauf ich aber später gern noch genauer eingehen werde. Beide Formen stehen auch bei mir hoch im Kurs, da ich mit ihnen bisher die allerbesten Ergebnisse erzielen konnte.

Im Unterschied dazu gibt es noch eine bewußte wache Form, wo der Metitierende sich in eine Art "Überwachheit" hineinsteigert, wie in der buddhistischen Satipatthana-Meditation, auf die ich hier jedoch nicht näher eingehen möchte, schon aus eigenem fehlenden Kenntnisstand,... es sei hier nur wenigstens einmal am Rande erwähnt. Meditation vermag genauso in der Bewegung stattfinden, wie z.B. beim Tai Chi, dem sog. "Schattenboxen", was ich u.a. bereits auf Esoteria etwas eingehender unter - "Wissenswertes" - näher beschriebem hatte. Im Jahre 1990 führte der verstorbene Bhagwan, der sich auch Osho nannte, die Dynamische Meditation ein. Sie ist eine mit der ungewöhnlichsten Formen der Meditationen überhaupt, weil sie tatsächlich im wilden Tanz, beim Schütteln, Springen oder Schreien alle Spannung rausläßt, um daraufhin zur Stille und Ruhe zu finden. Ein Hauptziel aller Meditationen ist in jedem Fall, daß sie von den meditativen Übungen zu meditativem Leben und meditativer Lebenseinstellung in den Alltag übergehen sollte. Ein Leben führend in Wachheit, bewußt und achtsam alles um sich herum wahrnehmend, wirklich im "Hier und Jetzt" zu sein. Die Meditationszustände können einem Menschen die göttlichen Seiten, viele wertvolle Wege, Erkenntnisse, Visionen, Weisheiten, geistig-spirituelle Fähigkeiten, Liebe und Licht, Heilung, Entspannung, Frieden und Wohlbefinden, u.v.a.m. eröffnen und schenken, hat sie oder er sich für eine solche Lebensführung mit regelmässig werdender Meditation "auf die eine oder andere Art" entschieden.


Erdungstechniken und einfacher Schutz

Bevor man mit irgendeiner Meditation beginnt, vor allem, wenn man noch ein Meditationsneuling sein sollte, ist es außerordentlich wichtig, daß man etwas "Leichtes" ißt. Essen ist eine automatische Erdungstechnik, weil es sich dabei vor allem um eine körperliche Erfahrung handelt, und weil die Nahrung von der Erde stammt. Nachdem man jedoch eine Weile meditiert hat, wird man nichts anderes mehr benötigen als eine innere Suggestion, um sich selbst zu erden. Sollte man aber dazu neigen, beim Meditieren mit geschlossenen Augen "davonzuschweben", und ist draußen bereits die warme Jahreszeit angesagt, kann man ebensogut ins Freie gehen und sich an einen Baum setzen oder auf den Boden legen. Pflanzen erleichtern die Erdung enorm, vor allem Bäume! Bei aufkommenden Angstgefühlen kann man einen Baum z.B. umarmen, so daß diese unangenehmen Gefühlsregungen meist wieder verschwinden. Der Ort, an dem man sich besonders verbunden fühlt, an dem man sich geborgen, beschwingt und entspannt weiß, ist meist der richtige zum Meditieren. Das kann am Strand einer Küste sein, aber auch im Wald, in den eigenen vier Wänden in bspw.einer Ecke, in der man sich am wohlsten und sichersten zugleich fühlt.

Ganz wichtig ist es, sich wirklich ungestört zu wissen, d.h. wiederum Türklingel und Telefon abstellen und andere Mitmenschen um deren Verständnis bitten, und um absolutes Ungestörtsein. Ich habe mir z.B. für diesen Fall extra ein Schildchen an die Türe gehängt mit der Aufschrift "Jetzt bitte nicht stören!", sage aber trotzdem vorher auch nochmals Bescheid, daß ein zur Ruhe kommen und mein innerliches Fallenlassen auch gewährleistet ist. Wer nun bereits mit seiner "Geistigen Führung", seinem Schutzengel Kontakt hat, kann diesen ebenfalls bitten bzw. in die Meditation miteinladen.

Eine sehr geläufige Erdungsvisualisierung beginnt mit der Vorstellung einer Erdungsleitung. Dies gehört in einigen westlichen Systemen beinahe zum Erdungsstandard. Vielfach wird dabei empfohlen sich mit der Erdmitte zu verbinden, indem man Lichtbögen visualisiert, die in der Schambeingegend (Höhe Wurzelchakra) verankert sind. Eine andere Form regt an, in der Vorstellung nach dem Erdkern zu greifen, indem man sich eine goldene Schnur oder ein Kabel vorstellt, welches man fest um einen dort visualisierten Ring schlingt. Es gibt auch eine Erdungsmöglichkeit, die darin besteht, sich z.B. auf seinen Fußspann zu konzentrieren. Man lasse danach von jedem Fußchakra einen "Erdungsstab" bis tief ins Herz der Erde gehen. Man stelle sich einfach vor, wie dies geschieht und achte auf die Wahrnehmungen, die sich bei einem selbst einstellen. Ich zähle hier nur einige wenige Beispiele auf, doch es sind wahrlich noch wesentlich mehr Erdungstechniken im Gebrauch, die aber allesamt eine Sinngebung gemeinsam aufweisen: Die Verstärkung der Verbundenheit mit unserem Planeten Erde, da sie verhindern sollen, daß man davonschwebt, sobald die Augen geschlossen sind und der Geist geöffnet. Genauso bestehen Unterschiedlichkeiten in ihren Wirkweisen, aber es gilt auch hier der Rat, die Erdung für sich auszuwählen, die einem am meisten behagt.

Als zusätzliche einfache Schutzfunktion bietet sich das Visualisieren bspw. einer goldenen Lichtkugel an, (Größenverhältnis in etwa - mit einem Stüchen Abstand um die ausgebreiteten Armeslängen herum), was einem selbst ein nötiges Sicherheits- und Geborgenheitsgefühl vermittelt, damit man sich voll und ganz auf die Meditation einlassen und sich in sie versenken kann.


Zu berücksichtigende Hinweise

Wer starke, akute, seelische oder körperliche Symptome hat (wie Angstzustände oder Migräne), sollte unter keinen Umständen ohne Meditationslehrer mit dem Meditieren beginnen. Nicht für jeden Menschen ist jede Art der Meditation geeignet! Es ist weiterhin ratsam, nicht zu hungrig und nicht zu vollgegessen zu sein, weder zu große Unruhe noch Müdigkeit aufzuweisen und möglichst zuvor einen stillen, ungestörten Platz aufzusuchen! Traditionsweise wird der Lotossitz oder das Sitzen auf einem Stuhl zum Anlehnen empfohlen, bei chronischen Rückbeschwerden ist ein Anlehnen immer anzuraten, mit und ohne die Beine dabei einzuschlagen; bei bestimmten Meditationen kann sogar Stehen erforderlicher sein. Genauso steht einem das Meditieren im Liegen offen, doch es sei darauf hingewiesen, daß hier die Gefahr vergrößert wird, einfach zu müde und dösig zu werden. (Ich persönlich ziehe beispielsweise ein bequemes Liegen oder Sitzen mit angewinkelten und/oder leicht verschränkten Beinen und Anlehnung gern anderen Akrobatiken vor, variiere hier aber auch immer ein bißchen, je nach Intuition und Stimmungslage.)

Wie oben beschrieben, kann man sich mit offenen Augen auf ein äußeres Objekt konzentrieren, doch normalerweise meditiert man mit geschlossenen Augen über die innere Wahrnehmung wie z.B. über das Heben und Senken des Bauches beim Atmen.Vom Prinzip her sollte der Atem nicht gesteuert werden (z.B. besonders tief zu atmen wie bei Yoga-Atemübungen oder so) sondern ihn gewähren lassen, nur ganz bewußt wahrnehmen (wobei er ganz von alleine ruhiger wird!). Falls es jemandem schwer fällt, sich auf das Atmen zu konzentrieren, kann man diesen Vorgang auch durch das Zählen der Atemzüge erleichtern. Auch günstig ist es, wenn man einfach alles, was einem gerade in den Sinn kommt, frei ablaufen zu lassen, es an einem vorübergehen zu lassen, wobei man selbst als dessen Zeuge alles ganz bewußt registriert, indem man sich selbst sagen kann: "Jetzt denke ich an das", und weiter,.."jetzt erinnere ich mich an jenes",... usw.

Anfangs erreicht man oft nur eine gewisse Beruhigung oder Entspannung. Später versärkt sich die innere Sammlung und Stille. Im weiteren Fall können - je nach Meditationsmethode - intensive Farb- und Lichtwahrnehmungen, Bilder, Filmsequenzen, der eigene Schutzengel und/oder, je nachdem, was für einen selbst am ehestens vorgesehen/erforderlich ist, auch erleuchtete Meister, Erzengel bzw. Engel- und Lichtwesenkontakte zustandekommen. Ja sogar Geisterscheinungen und ähnliche Phänomene wurden schon berichtet, wovor allerdings bei Letzterem viele Meditationslehrer, zwar nicht bei allen,... jedoch vorsichtshalber doch schon lieber warnen mögen. Mit fortschreitender Praxis kann sich eine größere körperlich-seelische Harmonie einstellen, die sich bis hin zu einem euphorischen Glücksgefühl steigern kann. Als Höhepunkt gilt ein liebevolles Gefühl der Verbundenheit mit allem Seienden und darüberhinaus ein vollständig gelassenes und gelöstes Aufgehen im All-EINS-BEWUSSTSEIN.

Ich tue es wirklich nicht gerne, da ich selbst bisher nur gute Erlebnisse erfahren durfte, doch andererseits denke ich, ist es wichtig, auch auf evtl. Störungen zumindest hinzuweisen, bevor man sich eigenhändig mit Meditationen auseinanderzusetzen beginnt. So ist es mir vom Höhren/Sagen und Lesen her bspw. bekannt, daß körperliche Unruhe, Schmerzen, Sorgen, Ängste usw. ebenfalls auftreten könn(t)en. Das kann damit zusammenhängen, daß zuvor vielleicht verdrängte oder ignorierte Zustände nun plötzlich aufsteigen und während der Meditation bewußter wahrgenommen werden. Am besten man schaut sich diese Störungen innerlich genau an, läßt sie dann jedoch wie dunkle Wolken vorbeiziehen und kehrt zur eigentlichen Atemwahrnehmung zurück. Falls man sich zu unruhig oder belastet fühlen sollte, ist es allerdings besser, aus der Meditation ganz herauszugehen. Möglicherweise müssen bestimmte Gefühlskonflikte erst einmal anders verarbeitet - und die Unruhe aktiv körperlich rausgelassen werden, wobei eine Dyamische Meditation als Übegang evlt. Abhilfe verschaffen kann. Andernfalls schaut man sich nach anderen Hilfsmaßnahmen um, die für das innere Gleichgewicht förderlicher sind.

Bevor eine Meditationsübung begonnen wird, möchte ich auch noch darauf hinweisen, daß etwaige Brillen, Kontaktlinsen sowie Hörgeräte zuvor entfernt werden sollten. Erstere Beispiele stören u.U. immens, und Hörhilfen fangen bei manchen Übungen sogar das Summen an, was auf einer Veränderung der Gehirnwellen beruht. Daher also ... lieber weg damit! Als vorletzter Punkt sei erwähnt, daß wenn die Außentemperatur weniger als 27 grad Celsius betragen sollte, es immer wichtig ist, sich zuzudecken mit einer dicken Wolldecke bpsw.. Es ist sehr wichtig, sich warmzuhalten, damit bei geistiger Konzentration nicht ein körperliches Unbehagen wirksam ablenkend auftreten kann. Vor allem Füße und Beine haben ein Warmhalten besonders nötig, um evtl. Krämpfen vorzubeugen. Selbst in Innenräumen ist es häufig ratsam sich mit einer Decke vor Unterkühlung zu schützen. Desweiteren ist es nicht unerheblich, sich auch in Meditationen legere und bequeme Kleidung anzuziehen bzw. zu tragen, damit man sich körpersich am Ende nicht selbst einengt oder es gar zwickt.



Hilfreiche Meditationsbeispiele:

          Meditationsvorbereitung

          Reinigungmeditation

          Erde-Himmel-Meditation

          Vereinigung von Herz und Verstand-Meditation

          Meditationsübungen zur Lockerung des Bewusstseins

          Spezielle Reinigung der Aura



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