Auf dieser Seite werde ich vor allem allgemeine Informationen über die Engel, gewisse Zusammenhänge über
ihr Dasein und ihre Funktionen - und etwas allgemeines Wissensgut über sie versuchen darzulegen.
Das Wort "Engel" (engl. angel) ist abgeleitet vom griechischen Begriff "angelos", was "Bote" oder "Gesandter" bedeutet. Ihre Existenz
liegt in sehr vielen Kulturen tief verwurzelt. Wenn ich aber hier von Engeln, Erzengeln oder Erdengeln spreche, meine ich damit geistige Wesenheiten,
die mit an der Umsetzung des göttlichen Planes und Willens arbeiten und niemals das Bewußtsein der Einheit verlassen haben.
Bis auf einige wenige Ausnahmen "Aufgestiegenen Meister" waren sie also auch niemals inkarniert und kennen daher die Schleier des Vergessens aus eigener Erfahrung nicht.
Eine andere Erklärung des Wortes "Engel" leitet sich aus dem Altägyptischen ab. Dort heißt "ang" "Leben" und "el" Gottes Licht".
Die Engel sind also "die im Licht Gottes Lebenden" (Die Brücke zur Freiheit).
Den meisten Menschen ist die Bezeichnung des Schutzengels am ehesten bekannt, wobei eine Menge Engelbegegnungen und Selbsterfahrungen
in zahlreichen dazu beschriebenen spirituellen Büchern nachzulesen sind. Schutzengel stehen dem Menschen auch schwingungsmäßig
am nächsten, den Schutzengel empfindet man daher oft auch intuitiv als sehr vertraut, ähnlich wie einem in der Seele altbekannten Freund.
Sie stehen uns damit persönlich zur Seite, sind unsere Begleiter, Beschützer und vermitteln uns Inspiration und Hilfen
auch in unseren bewußt zu gehenden spirituellen Prozessen. Sie bemühen sich uns in der richtigen Weise genauso spirituell zu fördern
- sowie auf allen lichten Wegen zu bestärken und zu unterstützen den eigenen Lebensplan zu erfüllen. Engel beschenken uns in ihren Aufgabenbereichen
mit ihrer göttlichen Weisheit, Heilung, Zuversicht, Liebe und Freude.
Wie alle Engel sind auch Schutzengel somit sehr kraftvoll und können einiges bewirken. Da sie auf dem spirituellen Strahl zu Hause sind,
liegt ihr Hauptaugenmerk in unseren Entwicklungen. Es kann zwar manchmal sein, daß sie auch Unfälle oder Unglück geschehn lassen (müssen),
weil genau das den nächsten Wachstumsschritt für uns bedeutet, was aber auch immer einem höheren Sinn dient. Eingreifen darf ein Engel eben immer
nur dann, wenn dies im komischen Plan so vorgesehen ist, und wenn wir ihn darum bitten. WIR haben also die Wahl, unsere Lebensaufgaben durch Leid zu erfahren
(wenn wir uns dagegen wehren sollten) - oder aber auf eine angenehmere Weise zu erlernen. Unser Schutzengel ist ferner in der Lage, uns
eine Sache beispielsweise etwas schneller erkennen und überschauen lassen zu können - und kann uns manchmal günstigere Umstände verschaffen,
damit unser Leben etwas angenehmer und leichter verläuft.
Ein Schutzengel begleitet immer nur
einen einzigen Menschen, deshalb hat jeder Mensch auch seinen ganz persönlichen Schutzengel
an der Seite. Sie sind für uns da zu jeder erdenklichen Zeit und in allen möglichen Lebenslagen, meist sogar ein Leben lang.
Die sog. "
Engel" oder "
Lichtengel" werden auch als eigentliche "
Handwerker" angesehen, die mit den Erzengeln zusammen die Aufgaben erfüllen.
Sie sind es, die sich wie Experten auf einem Gebiet z.B. spezialisiert haben. So arbeitet Erzengel Raphael demzufolge mit den Engeln der Heilung eng zusammen.
Wenn wir Erzengel Raphael um Heilung bitten, bringt er uns mit unserem Seelenplan und gewissen Lernschritten wieder in Einklang, währenddessen die Engel der Heilung
sich um unsere Gefühle und unsere Körperlichkeiten vermehrt kümmern. So gesehen gibt es eine Fülle an Engeln für eine Vielzahl an Aufgaben verschiedenster Aspekte.
Metatron ist, wie der Name schon sagt ein ganz besonderer Erzengel. In manchen Systemen wird er deshalb nicht immer zu den Erzengeln direkt gezählt.
Oft aber wird er als "Engelfürst" oder "König der Engel" bezeichnet. Er besitzt die höchste Schwingungsrate der Erzengel überhaupt, ist
in der Hierarchie also dem Ursprung am nächsten. Er ist "Hüter der Schwelle" zwischen Formen und Nicht-Formen. Wie bei Melchizedeck wird auch von
Metratron gesagt, daß er irgendwann selbst "Mensch" gewesen war.
Die Erzengel stehen direkt unter ihm und an der Spitze der Engel, was auch der Name verdeutlichen mag: das griechische "archein" heißt "
der erste sein,
an der Spitze stehen, reagieren." Sie sind Geschöpfe der Einheit, jedoch nicht der Ursprung, im Einen, Allumfassenden. Sie sind also nicht Gott,
weil sie schon unterscheidbar sind, insofern auch nicht mehr Alles oder Allumfassend. Alle Namensendungen der Erzengel deuten darauf hin im "el", wie bei
Michael, Uriel, Zadkiel, Gabriel, usw. Die hebräische Endung bedeutet "wie Gott", "von Gott, "Gott repräsentieren".
In ihrem farbigen Licht, selbst wenn es nur den Schimmer einer Farbe aufweist, ist der Unterschied zum weißen Licht bereits klar gegeben.
Die Aufgaben der Erzengel sind differenziert. Sie befinden sich nicht in der Dualität, aber sie wirken dennoch hier auf Erden und können wahrgenommen werden.
So in etwa wie die Sonne nicht auf Erden ist, aber dennoch ihre Strahlen der Erde gibt und sie wärmt.
Erzengel lassen sich auch als "Brückenengel" bezeichnen. Sie spannen dabei einen Bogen zwischen dem Göttichen und dem Irdisch-Materiellen,
zwischen Schöpfer und Schöpfung. Aufgabenmäßig setzen sie göttliche Impulse um, weshalb sie am Schöpfungsprozeß beteiligt sind.
Sie helfen Gott erfahrbar zu machen und begleiten den Menschen auf seinem Weg in die Einheit zurück.
Durch die Kraft der Erzengel werden wir Menschen mit unserem Wesenskern wieder verbunden, dem göttlichen Funken und Sein auch in uns.
So können wir wahrnehmen, wer wir wirklich sind, welche Möglichkeiten wir besitzen und welche Fähigkeiten - und was wir entfalten wollen.
Wir können erkennen, was uns daran hindert, welche Blockaden uns noch zugrundeliegen, wobei die Erzengel die Fähigkeit besitzen, diese Schleier einfach wegzunehmen,
indem sie unsere Schwingungen erhöhen.
Dem gegenüber stehen die Erdengel und Naturengel. Erdengel sind die Erzengel des Materialisationsstrahls.
So wie die Erzengel die Aspekte und Prinzipien des Göttlichen im spirituellen Bereich umsetzen und erfahrbar machen, bringen Erdengel sie wiederrum
in die Formung und Stofflichkeit. Sie verbinden das Göttliche mit dem Irdischen also auf diesem Weg, setzen aber die göttlichen
Impulse im materiellen der Schöpfung um und machen es dort erfahrbar. Insofern sind ihre Aufgaben dort zu sehen, wo sie
göttliche Impulse in den stofflichen, materiellen Bereich hineintragen, aber auch dort, wo sie Materie und Geist wieder in Einklang bringen - oder
den Schöpfer durch die Schöpfung erfahrbar werden lassen.
Die Erdengeln sind den "Engeln der vier Elemente" übergeordnet, die die Impulse zu den Naturgeistern weiterleiten.
Letztere lassen die göttlichen Impulse verwirklichend in die Elemente einfließen.
An der Spitze des Materialisationsstrahls steht Melchizedek, darunter befinden sich die Erdengel und dann erst die Naturengel.
Innerhalb der Erdengel verkörpern Kristall, Sonne und Baum höher geordnete Prinzipien.
Bei den Erdengeln der vier Elemente handelt es sich um die Elemente selbst. So betrachtet ist das Element Luft
bspw. nicht als solches gemeint, sondern das göttliche Prinzip des Elementes "Luft".
Melchisedek (oder auch Melchizedech) war einst als Priester des "Höchsten Gottes" bezeichnet. Er war Priester und König von Salem,
dem heutigen Jerusalem, in Zeiten, als Jerusalem der ammonitischen Gottheit diente. Im Neuen Testament (Hebräer 7) auch als "König der Gerechtigkeit und des
Friedens!.
Während die Erzengel und Engel stärker mit dem Menschen in Kontakt stehen, sind die Cherubim und Seraphim eher den göttlichen Bereichen zugewandt.
Man nennt sie auch die Engel der Throne. Auch in der Bibel wird es so überliefert, daß sie am Thron Gottes stehen, und somit Gott, dem Ursprung am allernächsten sind.
Seraphim bedeutet Entflammer oder Erglüher. Die hebräische Wurzel des Wortes "saraph" heißt brennen, sich verzehren, glühen.
Sie sind die Engel des Lichtes, der Liebe und des göttlichen Feuers.
In der Bibel tragen sie eine glühende Kohle, mit der sie Jesajas Lippen berührten, damit er rein wird. (Jesaja 6). Durch diese Glut wird er augenblicklich befreit
von aller Schuld. Von den Serahim erklingt fortwährender Lobgesang. Die Seraphim werden in der Bibel weiter beschrieben als Wesen mit sechs Flügeln,
wobei sie jeweils Augen, Körper und Füße bedecken.
Die Cherubim werden in der Bibel als "Hüter des Gartens Eden" benannt. Mit flammenden, blitzenden Schwertern bewachen sie den Weg zum Baum des Lebens.
Desweiteren werden sie als "Hüter des Göttlichen und der heiligen Plätze" bezeichnet. Sie befinden sich als Statuen auf der Bundeslade und bilden den Raum,
in dem Mose Gott begegnen kann. Sie schützen den Raum, in dem die Lade aufbewahrt wird. Hesekiel beschreibt
sie in seinen Visionen als Wesen mit vier Flügeln und vier Gesichtern: einem Stier-, einem Löwen, einem Adler- und einem Menschenantlitz.
Damit tragen sie die Symbole der vier Elemente. Wenn sich die Cherubim bewegen, rauschen ihre Flügel wie große Wasser, es ist ein lautes
Getöse. Wenn sie stehen bleiben, donnert es laut. (Hesekiel 1;10) Sie erschienen Hesekiel als gewaltige, kraftvolle, sehr machtvolle Wesen.
Ihr Name bedeutet "Hüter der Erkenntnis" oder "Ausgießung des Wissens". Sie sind dem Göttlichen sehr nahe und haben die Fähigkeit, die direkte Schwingung des Göttlichen aufzunehmen und weiterzuleiten.
Die Elohim sind vom goldenen Strahl. Man nennt sie auch die "Engel der Heimkehr". Es existieren aber auch noch andere Elohimgruppen, die andere Aufgaben innehaben.
Die Elohim des goldenen Strahls sind die Begleiter der Seelen, wenn sie den Körper verlassen und ins Lichtreich übergehen. Dadurch klären sie auch Orte, Räume und
andere Wesen, wenn dort Seelen oder andere Energien und Wesen "festhängen". Oft wirken sie zusammen mit dem Elohim vom silbernen Strahl der Gnade, die begnadigen und Karma auflösen.
Allgemein gehaltenes Wissensgut
Hierzu gehört zum Beispiel, daß nachbiblisch grundlegendste Schriften des Christentums über die Engel von Dionysius Areopagita stammten,
einem Schüler des Apostel Paulus. Von Paulus soll Dionysius in die heiligen Lehren überhaupt erst eingeweiht worden sein. Unter Dionysius erschien
schließlich um 500 nach Christus die Veröffentlichung der Geheimlehre, in deren Zentrum die himmlischen Hierarchien und Engelwesenheiten standen.
Bis heute scheiden sich immer noch die Geister und Gelehrten, ob Dionysius tatsächlich der Schüler Paulus war, der ja schon in der Bibel
erwähnt wurde (siehe auch Apostelgeschichte 17,34).
Zu Zeiten dieser Niederschriften begann schon die Abbkehr von der eigentlichen Mystik, so daß zwischen 300 und 500 nach Christus die
Mysterienschulen geschlossen und teils sogar völlig verwüstet worden waren. Die Menschen entfernten sich immer mehr vom Bewußtsein und dem Weg einer Einweihung.
Anstelle von "Erleuchtung" und "Innenschau" trat unweigerlich das kirchliche "Dogma", welches durch die Autorität der Kirche lange Zeit gestützt worden war.
Das sind Entwicklungen, die ich schon eingangs, da allerdings allgemeiner, unter "Engel- und Lichtwesen" in der Einleitung ansprach.
In heutiger Zeit sind nun genau diese Schriften des Dionysius Aeropagita eher wieder modern geworden. Seine Schriften und Zeugnisse haben
aber zu allen Epochen schon ganz gewisse Menschen ansprechen können, wozu bspw. Bernhard von Clairveaux, Papst Gregor der Große,
Bonaventure, Thomas von Aquin, Hildegard von Bingen und Rudolf Steiner gehörten - und sich inspirieren ließen.
Engel leben, wie auch in den Schriften erwähnt in Hierarchien, welche genau angelegte Ordnungen des Himmels darstellen, wobei ihre einzelnen Aufgaben sehr vielfältiger Natur sind.
Jeder von uns Menschen hat so beispielsweise mindestens einen Schutzengel und mehrere Lichtwesen- oder auch geistige Helfer an seiner Seite, die ihn fortwährend
begleiten. Konnte ein Gelingen auf menschlicher Seite durch spirituell gewachsene Erkenntnislagen ihrerseits gelingen, wird uns eine Begünstigung in die nächste Entwicklungsstufe
ermöglicht, was die Engel ebenfalls in ihren geistigen Ebenen und Entwicklungen weiterbringen mag.
Insofern gilt jeder menschlich errungene und weiterführende lichtvolle Entwicklungsschritt als universell zu verstehender
Evolutionsschritt auch in die kosmische EINHEIT, und dem, was wir als die göttliche Ursprungsquelle bezeichnen würden, oder anders - GOTT, und was
von uns ALL(en) auf allen Ebenen somit gleichzeitig vollzogen werden könnte.
Die Engelwelt untersteht, wie schon erwähnt, den Gesetzmäßigkeiten des "Freien Willens", welches jedes Wesen betrifft, und was sie immer
respektieren, was ihnen aber ein direkteres Eingreifenkönnen in die Lebensabläufe eines Menschens von Vornherein verwehrt.
Aus diesem Grunde, man kann es gar nicht oft genug betonen, ist der Mensch hier selbstständig gefordert, sich mit seinen Fragen und Beweggründen an die Engelwelt zu wenden,
wenn er ihre(r) Hilfe(n) bedarf, wobei diese Bitten auf anderer Seite mit Sicherheit IMMER erhört werden (würden) - und im Einklang Gottes
und des "Höheren Selbstes" des jeweiligen Menschens erfüllt werden, aber immer nur so, ... wie es der
Seele und der voraussichtlichen Entwicklungsbereitschaft des jeweiligen Menschens am ehesten bedingt.>
Engel gibt es in den verschiedensten Wesensformen und Größen, mit unterschiedlich ausgestatteten Eigenschaften und Qualitäten, welche sich
menschlicher, irdischer oder globaler Aufgabenbereiche widmen. Sie erschaffen, verbinden, trennen, motivieren, inspirieren, helfen, heilen, schützen, unterstützen
oder können sogar unsere Entwicklungen vorantreiben, oder,... je nach Notwendigkeiten in göttlicher Übereinstimmung, auch behindern. Sie dienen dabei niemals irgendeinem
Selbstzweck, sondern agieren nur aus dem von Gott gegebenen universellen Gedanken und kosmischen angelegten Plan heraus.
Wir Menschen können diese lichten Wesen durch Meditationen intuitiv wahrnehmen, und manch sensitive und spirituell offene Menschen sind sogar im Alltag in der Lage ihre Anwesenheit
fühlend, sehend oder über ihre "Innere Stimme" wahrzunehmen.
Als energetische Lichtwesen zeigen sich Engel entweder in ihren zugrundeliegenden Farbfeldern und Lichtgestaltungen, nicht aber unbedingt in einer
konkret menschlichen Form. Sie bemühen sich aber oft darum, dem Menschen in einer ihm angenehmsten Sichtungsweise und Aktzeptanzbereitschaft entgegenzukommen
und menschlich umrissen darzustellen.
Meines eigenen Wissens nach fällt es ihnen jedoch manchmal schwer sich immer in allen Deutlichkeiten präsentieren zu können, was damit zu tun hat,
daß sie währenddessen ihre Schwingungsrate unserer Dimensionsebene anzupassen haben, und diesen optischen Zustand meist nur für kurze Zeit
aufrechterhalten können.
Aber auch als Medium kann man umgekehrt darum bitten, sein Hellsehen, Hellhören oder seine hellfülenden Begabungen, je nach Erforderlichkeit
schwingungsmäßig den ihren besser anzupassen, was auch die gegenseitige Kommunikation immens erleichtern kann.
Das ein Engel sogar als Mensch in Erscheinung treten kann, wurde von der Idee her schon in vielerlei Literaturen und Verfilmungen wie bspw. in den bekannteren
Serien, in denen Jack London die Hauptrolle spielte - in "Ein Engel auf Erden" - und - "Ein Hauch von Engel" - verdeutlicht.
In den Kulturen der Völker, die einen großen Teil der vorrömischen und vorchristlich europäischen Zivilisation bildeten und
als sogenannte Kelten bekannt sind, ließen uns den Samen spiritueller und kultureller Traditionen wiederentdecken, die
dem Gedanken des Menschens heutiger Zeit zur Jahrtausendwende wieder sehr nahe stehen.
Das hinter dem Vorhang gelegene, das vor uns diese geistigen Schätze für lange Zeit verbarg,
ist bereits für viele Menschen wieder wichtig geworden, beiseite zu schieben, denn der Mensch von damals war
in seiner ureigenen Natur zutiefst mit der Natur des Universums verbunden, und dessen Seele schwang dabei
im Gleichklang mit der großen Weltenseele. Vor allem aber spürte er aus dem Reich von "Mutter Erde" ringsherum die Manifestation des Göttlichen.
Der einstige Mensch konnte daher viel bewußter in einer harmonischen Zusammenarbeit mit diesen Naturkräften leben, die wir oft übernatürlich
und magisch oder fremdartig nennen, weil wir sie jenseits der Natur und ganz ohne Magie begreifen wollten. Damit
unterminierte aber die menschliche Existenz den Wert alles Sakralen.
Die Relationen wurden zu einem "Modus vivendi", der sich nicht in den scheinbar notwendigen täglichen Beschäftigungen
verlieren durfte, sondern demgegenüber aus ihnen die Kräfte bezieht, all die Werte auszudrücken, die der Mensch zu erkennen
und sich zu eigen zu machen hatte. Die Geschichte beweist, wie später andere Religionen ihren Platz eroberten und den Wert
des kostbaren Volksglaubens als etwas "Niederes" und "Heidnisches" herabsetzte, so daß die Götter verbannt und als dunkle, dämonische Mächte gefürchtet wurden.
Viele wunderbare Werke der Fantasy, wie sie auch Marion Zimmer Bradley in dem beispielhaften Roman "die Nebel von Avalon"
schuf, zeigen uns eine Menge dieser Historiken und traditionellen Denkmuster nochmals in anderer Form auf.
Damit verloren die Menschen das Recht noch offen mit "den Herren des Lichts" und einer Weltenseele zu sprechen. Die Lichtvölker hatten
nunmehr das Land der Menschen verlassen und sich ins Reich "Sidhe" zurückgezogen. "Tuatha na Sidhe" bedeutet wörtlich "Leuchte der Lichtwelt."
Und das sind sie auch, Lichtwesen. Man kennt sie auch unter den Namen des kleinen oder weisen Volkes, aber im Grunde sind sie auch ein Teil der
Engelwelt, nur eben von viel kleinerer Statur und sehr viel näher als die schon beschriebenen Engel
mit "Mutter Erde" verbunden. Ihre konkreten Aufgaben liegen in der Aufrechterhaltung und dem Schutz der Natur begründet.
Aber sie haben auch manch weise Ratschläge und Hilfestellungen für den Menschen parat.
Sidhe war übrigens der verzauberte Berg, das außerirdische Reich, der keltischen spirituellen Tradition und Aufenthaltsort der antiken Götter und der Lichtwesen, die
uns durch die Jahrhunderte als Deven, Feen, Elfen, Kobolde, Zwerge, Luftgeister, Salamander, Dryaden, Nixen, Sylphen, Trolle u.a. Naturgeistern überliefert worden waren.
Traditionellen Überlieferungen über Naturgeister beinhalten, wenn auch unter anderen Aspekten und Namen, in allen Kulturen der Vergangenheit,
daß sie mit dem transzendentalen Aspekten der Natur selber gekommen waren, sei es durch schamanische Methoden (wie z.B. unter den Naturvölkern
Amerikas, den Indianern oder der australischen, afrikanischen und amazonischen Ureinwohnerschaft- und Kultur).
Durch den Einfluß, den die fremden eindringenden Kulturen und Religionen auf die damalige europäische Kultur ausübten, wurde die Vision der Wesenheiten,
die die Kräfte der Natur pflegten und ausglichen, nach und nach stark verzerrt: Jede von der neuesten Religion eingeführte und
hierzu abweichende Form der Spiritualität wurde geradezu verteufelt. Das Erscheinungsbild und die wahren Bedeutungen
der kleinen Lichtwesen gingen dem Menschen immer mehr verloren. Schließlich kam es zu einem wahren Verfolgungswahn, der überall Hexen und höllische Monster beschrieb und sah.
Dennoch blieb in bäuerlichen Überlieferungen eine Erinnerung an die einstige Spiritualität erhalten, wenn auch teils sehr verändert und verworren.
Man findet sie in Handlungen der Volkslegenden, Geschichten und Märchenwelten über bestimmte Kraftorte und mysteriöse Persönlichkeiten wieder.
In den allermeisten Religionen und Kulturen gibt es Boten zwischen dem Göttlichen und den Menschen.
In der griechischen Mythologie versöhnt bspw. Hermes die Gegensätze zwischen Himmel und Erde.
Direkt neben ihm steht die geflügelte Götterbotin Iris, die Regenbogenfarbige.
In der Mythologie der Kelten waren die Boten der Götter wiederrum die Tiere, oftmals sogar Vögel.
Jedes Tier konnte ein Bote aus der anderen Welt sein, parallel dazu ist es heute noch dem indianischen Schamanismus sehr ähnlich.
Die mytologischen Götter der Kelten bewohnten die Erde - und sie waren alles andere als menschlicher Natur.
Die frühjüdischen und rabbinischen Apokryphen, Qumran, Talmud und Mystik bildeten die Basis des
jüdischen Engelglaubens. In den ersten Aussagen zu den Botenwesen und den ältesten altorientalischen Hochreligionen
von Sumer ist die Welt erfüllt mit göttlichen Geistwesen, die auf- und niedersteigen würden.
So kannten auch die Babylonier und Assyrer gute Geister und waren davon überzeugt, daß jeder Mensch einen Schutzgeist besaß.
Diese Wesen werden in der Kunst des Alten Orients, bei den Griechen und den Römern mit Flügeln dargestellt.
Oft auch als Mischwesen zwischen Mensch und Tier. Aus der Zeit um 2600 vor Christi erzählt man von
schwebenden Schutzgeistern auf einem Wasserweihbecken des sumerischen Königs Gueda,
welche dem König himmlisches Wasser spendeten.
In den Religionen Sumers, Babylons und Assyriens finden sich die Kerube, gewaltige, feierliche-ernste Schutzgeister wieder.
Sie sind Wächter des himmlischen und irdischen Heiligtums, Mittler zwischen den Welten und Fürbitter der Menschen vor den großen Göttern.
Sie waren als mächtige geflügelte Menschengestalten dargestellt. Oft wurden sie als die ältesten Engeldarstellungen und als Vorbilder der jüdischen und
christlichen Seraphim bezeichnet. In den heiligen Schriften des Hinduismus wurden demgegenüber die Engel als Devta oder Devas bezeichnet.
Sie erhöhen das Bewußtsein der Seele und brachten dadurch Heiterkeit, Freude, Schönheit, Liebe, Gelassenheit, Unbeschwertheit und Furchlosigkeit. (Divyanand)
Im tibetischen Buddhismus hingegen wurden die heiligen Geister Dakinis genannt, Himmelsläuferinnen. Sie überbrachten Botschaften, Ratschläge, machten Prophezeihungen,
warnten, beschützten, inspirierten. Sie entsprachen aber nicht den Engeln westlicher Traditionen.
Im Islam ist der Engelglaube ein fester Bestandteil. Die Boten werden Malaika genannt, wobei das Wort mehr als 80mal im Koran vorkommt.
Der Koran wurde dem Proheten Mohamed von Erzengel Gabriel, Michael und Azrael (Engel des Todes) einst vermittelt.
Desweiteren existieren sie in vielen weiteren Kulturen genauso als Hüter-, Wächter- und Todes-Engel.